Individuelle Designs oder Templates für die Webseite? 27. Februar 2017 - Tobias Bertschi

Individuelle Designs oder Templates

Fast alle kennen jemanden, der Webseiten entwickeln kann. Wieso sind die Preise beim Webdesign derart unterschiedlich? Und welche Lösung ist für einen selbst am besten?

Die Entscheidung ist schwierig. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als erstes muss zwischen Template- und Custom-Designs unterschieden werden.

Webdesign mit fertigen Templates

Ein Webseitentemplate oder auch Web-Theme genannt ist eine bereits designte Webseite. In diese kann jeder seine eigenen Inhalte einfügen. Damit kann eine eigene Webseite mit Text und Bildern erstellt werden.

Templates vs. Custom Design

Web-Templates sind oft plug and play. Mit Basiswissen und kurzer Einarbeitung kann fast jeder sie erstellen. Zudem besteht kein Designbedarf, da man einfach ein Template wählt: Basta. Bei vielen Anbietern, wie etwa dem Marktführer WordPress, gibt es zudem viele Plug-ins welche weitere Möglichkeiten bieten.

Vorteile von Templates

Es braucht kaum Vorwissen, der initiale Zeitaufwand ist entsprechend kleiner. Item kann faktisch jeder eine Webseite erstellen. Für WordPress, Drupal, Joomla und vielen weiteren gibt es zudem eine grosse Community und zahlreiche Foren auf denen Probleme diskutiert werden.

Weniger Auswahlmöglichkeiten bedeuten weniger Arbeit und eine schnellere Umsetzung. Für ein Start-Up oder einen Verein ist dies ein gangbarer Weg. Man hat schnell eine Webpräsenz. Man kann Personen auf die Webseite verweisen. Man kann Informationen zur Verfügung stellen. Die Hauptvorteile sind:

  • geringe Initialkosten
  • eine kurze Projektdauer
  • und man braucht wenig HTML und CSS-Skills.

Webdesign

Das Eine birgt das Andere

Die Vorteile beinhalten die Nachteile: Bei Updates, oder falls Spezifisches gebraucht wird, muss zur Umsetzung oft in den Code eingegriffen werden.

Gerade wenn mittels Bootstrap zusammengeklickt wird wirkt sich dies auf die Ladezeiten aus: Solcher Code enthält zumeist eine viel höhere Anzahl von Programmierzeilen. Dies wird von Suchmaschinen wie Google negativ gewertet. Ausserdem ist es viel schwieriger das Growth-Driven Webdesign zu praktizieren und so die Webseite kontinuierlich zu verbessern.

Zudem sind Templates nicht immer auf alle Browser ausgerichtet. Und bei Releases von Browsern muss abgewartet werden bis das Template upgedatet wird.

Langfristige Kosten

Updates können bei Template-Lösungen zu Problemen führen. Die Update-Zyklen müssen aktiv verfolgt werden. Dabei muss überprüft werden, ob eigene Individualisierungen betroffen sind. Weiterentwicklungen sind zuweilen schwierig. Häufig muss mit ’Workarounds‘ gearbeitet werden.

Opportunitätskosten

Die kurze Projektdauer durch das Wegfallen von konzeptioneller Designarbeit schränkt die Gestaltungsfreiheiten ein. Die Webseite ist nicht einzigartig, sondern kann im schlechtesten Fall der des Konkurrenten aufs Haar gleichen. Dies kann als billiger Rip-Off interpretiert werden. Zusammengefasst sind die Nachteile:

  • dass die Designs nicht einem selbst gehören
  • man in der kreativen Freiheit eingeschränkt ist
  • Anpassungen und Updates aufwendig werden können

Wenn die Designs selber ausgearbeitet werden, hat man einerseits mehr Freiheiten. So kann das Corporate Design auf der Webseite umgesetzt werden. Andererseits besitzt man die Rechte und kann es selber weiterentwickeln.

Web Konzeption

Individuelle Webauftritte

Zumeist besitzen Unternehmungen das Knowhow nicht, um selbst Webprojekte umzusetzen. Trotzdem fallen für neben monetären Kosten Zeitaufwände an. Gerade in der Design- und Konzeptionsphase muss viel investiert werden. Was in dieser Phase unterlassen wird kostet später doppelt.

Längere Projektdauer

Dementsprechend sind Projekte teurer und dauern länger. Des Weiteren bindet man sich oft an einen Partner. Zwar können Inhalte später selbst gewechselt werden. Das Einbinden von weiteren Funktionen braucht jedoch wieder Expertenwissen.

Von Vorteil ist, dass HTML, CSS, Java-Script etc. verbreitet sind und der Anbieter (relativ) leicht getauscht werden kann. Die Nachteile sind die Vorteile von Template-Lösungen:

  • Die Kosten sind höher.
  • Die Projekte dauern länger.
  • Es wird Expertenwissen benötigt.

Freiheit und Einzigartigkeit

Eine Custom-Lösung bringt Spass: Von Null auf kann konzeptioniert und entschieden werden was wie funktionieren sollte. Das schöne an der Webentwicklung ist, das praktisch alles möglich ist und man der Kreativität freien Lauf lassen kann, solange es noch intuitiv und benutzerfreundlich bleibt. Dies bezieht sich nicht bloss auf die Designs. Und ja, zugegebenermassen wird aus Kostengründen zuweilen auf Features verzichtet.

Wir setzen auf Custom-Webdesign um einzigartige Webauftritte zu schaffen.

Eigenes Design

Unternehmen können damit ein durchgängiges Corporate Design umsetzen. Auch in kreativen Bereichen wie bei grosser Konkurrenz hilft es ein einzigartiges und vertrauensbildendes Erscheinungsbild zu kreieren. Zumeist waren Personen bereits auf der Webseite bevor sie den direkten Kontakt suchen – oftmals gerade über diese Internetpräsenz. Entsprechend wichtig ist die Optimierung für Smartphones.

Suchmaschinenfreundlichkeit

Bevor man sich darauf fokussiert, dass Besucher auf der Seite bleiben und einem Call to Action folgen, müssen sie auf dieser landen. Suchmaschinenoptimierung bezieht sich in der Schweiz stark auf Google-Optimierung. Google wiederum ist unterdessen vor allem auf Content ausgerichtet. Dieser muss so gestaltet werden, dass er möglichst oft bei der richtigen Zielgruppe gezeigt wird.

Zwar bieten viele Plattformenanbieter Plug-Ins an. Verschiedene Massnahmen sind mitentscheidend – etwa das Erstellen einer Sitemap. Weitere Anpassungen oder Erweiterungen sind bei individuelle Weblösungen einfacher, respektive weniger Aufwand- und Kostenintensiv. Insgesamt bieten Custom Lösungen:

  • eine höhere Freiheit in Bezug auf Darstellung und Funktionalität
  • den Besitz und die Weiterentwicklung des Designs
  • sowie gewisse Vorteile bei der Suchmaschinenoptimierung

SEO Freundlichkeit

Langfristige Kosten

Eine Faustregel sagt, dass bei IT-Lösungen 25% Initial-Kosten sind und 75% im restlichen Lebenszyklus anfallen. Dies mag für Webseiten nicht in diesem Ausmass stimmen – vor allem bei Informationsseiten. Auf den ersten Blick erscheint dies abwegig. Rechnet man den Aufwand für die Pflege von Inhalten die Jahre hinweg mit kommt es nahe daran heran.

Die Basiskosten sind bei Template-Lösungen tiefer. Mit Erweiterungen und Anpassungen kann sich dies jedoch drehen. Wenn mit Weiterentwicklungen gerechnet wird sind die Kosten einer massgeschneiderten Weblösung langfristig tiefer.

Fazit

Für einfache Webseiten sind Templates geeignet. Wenn man aus der Masse hervorstechen will, empfehlen wir eine Custom-Lösung. Eine Template-Lösung kann ein erster Schritt sein, um sich beispielsweise als Start-Up zu positionieren.

Sinnvoll ist es, sich bei Weiterentwicklungen oder neuen Anforderungen zu fragen, ob jetzt der Zeitpunkt für eine Umstellung gekommen ist. Für etablierte Unternehmen ist es fast unumgänglich eine professionelle Lösung ohne Templates zu wählen. Nicht bloss aufgrund der Funktionalitäten sondern auch für die Aussenwahrnehmung.

Im Webdesign und der Webentwicklung sind wir richtig gut.

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