Online Gastvortrag – unsere Erfahrung 01. Juni 2020 -

Online Gastvortrag

Noch im Dezember 2019 sind wir angefragt worden um einen Gastvortrag an der FH Graubünden zum Thema «Gamification und mobile use in tourism» zu halten. Zu der Zeit hat niemand geahnt, dass ein Virus die Schulen schliessen könnte und der Unterricht Online geführt wird. Dem Gastvortrag haben wir mit Freude zugesagt aber die Umstellung auf den Online Unterricht hat uns dann schon ein bisschen abgeschreckt. Absagen wollten wir nicht und im Nachhinein war es eine tolle Erfahrung.

“Nur” drei Lektionen

Zuerst hörten sich drei Lektionen nicht nach viel an, doch als wir mit der Inhaltsaufbereitung loslegten wurde uns bewusst, dass die Vorbereitung etwas mehr Zeit beanspruchen wird. Nach zusammengezählt 1-2 Tage Vorbereitung haben wir beschlossen, unseren Kunden MobilityBox anzufragen, ob sie uns eine Lektion abnehmen möchten, auch um etwas Abwechslung einzubringen. MobilityBox, ursprünglich ein Velohändler, der sich mit digitalen Lösungen und Services im Tourismus und der Hotellerie etabliert, hat zugesagt.

App Economy oder Hype

App Economy oder Hype

Wir entschieden uns am Gastvortrags über viele Projekte und Erfahrungen zu erzählen. Damit das Ganze einen Faden hat, beginnt der Vortrag mit der Frage ob sich die Entwicklung von mobilen Apps lohnt oder Apps eher nur Hype sind. Die verschiedenen Gamification und App-Projekte und Erfahrungen werden mit dieser Fragestellung betrachtet. Zudem ist der Vortrag in drei Teilbereiche gegliedert; Marketing, Technology und Human-Needs.

Interaktion schwierig

Die FH Graubünden nutzt Webex als Interaktionstool für den Online Unterricht. Die Installation und das Anfreunden mit Webex gingen in Sekundenschnelle, den die Oberfläche und Funktionen gleichen anderen Videochat-Tools.

Die erste Überraschung kam jedoch zu Beginn des Vortrags. Wenn der Bildschirm und die Vollansicht der Präsentation geteilt werden, verschwindet das Webex Dialogfenster und man sieht weder die Teilnehmer noch sich selber.

So kriegt man keine Reaktionen des Publikums mit und dadurch, dass man die Chatoberfläche und sich selber nicht sieht, verliert man das Gefühl einen Vortrag zu halten. Dies wirkt sich negativ auf die Motivation, Gestikulation und Mimik beim Vortragen aus, zumindest hatten wir uns einen Gastvortrag anders vorgestellt.

Uns war bewusst das ein Online Vortrag anders gestaltet werden muss als vor Ort beim Publikum. Wir wollten etwas Interaktion schaffen, andernfalls hätten wir unseren Vortrag auch nur aufnehmen können. Die Interaktion war so angedacht, dass die Schüler an gewissen Stellen ihre Meinung oder Antworten schreiben konnten. Dies finden wir weiterhin keine schlechte Idee, nur funktionierte es nicht, da das Chatfenster mit den Antworten nicht sichtbar war und so umständlicher auf die Antworten eingegangen werden muss was Zuviel Unterbrüche gegeben hätte.

Sie möchte mehr über Mobile Apps und die App Economy erfahren?

Fazit

Obwohl wir intern mehr per Skype mit dem gegenüber kommunizieren, ist der Onlinevortrag eine andere Erfahrung. Man kennt sein Gegenüber nicht und bekommt keine Reaktionen mit. Eine Vorstellungsrunde liegt zwar zeitlich nicht drin, aber man könnte die Teilnehmerliste verlangen und so während dem Vortrag Einzelne aufrufen, um den “Monolog” zu unterbrechen.

Auch wenn es simpel scheint, empfehlen wir einen kurzen Testdurchlauf vorzunehmen. In unserem Fall hätten wir bemerkt, dass das Chatfenster im Präsentationsmodus verschwindet und im Nachhinein hätten wir die Slides lieber in PDF-Form geteilt.

Obwohl das Online Vortragen unpersönlicher und dadurch anstrengender ist, würden wir einem Online Gastvortrag wieder zusagen. Es ist eine neue und gewöhnungsbedürftige Erfahrung, die wir beim nächsten Mal noch bessern meisten würden.

Zuletzt ein banaler Tipp an den wir nicht gedacht haben; haltet ein Glas Wasser zur Hand, den zweimal 45min am Stück vortragen fordert die Stimme schon.

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