App, mobile Webapplikation oder responsive Webseite – was macht mehr Sinn? 01. Oktober 2020 -

Apps zählen weiterhin zu den beliebtesten Anwendungen. Sie können von überall praktisch auf dem Smartphone konsumiert werden und bieten meist ein einfaches und benutzerfreundliches Erlebnis. Mit diesem Gedanken verfolgt, werden wir oft zur Umsetzung einer App angefragt, obwohl diese wenig, zumeist im ersten Schritt, Sinn ergibt. Mobile Webapplikationen oder responsive Webseiten sind die Alternativen. Abhängig von der Anwendung und den Bedürfnissen kann i.d.R. klar entschieden werden, ob eine App, mobile Webapplikation oder responsive Webseite umgesetzt werden soll.

Mobile und responsive Webseiten

Mobile und responsive Webseiten werden vor allem für Online Auftritte und Webshops verwendet. Es geht primär darum Informationen, das Unternehmen, die Leistungsübersicht oder Produkte den Konsumenten auf ansprechende Weise zu übermitteln.

Taberna responsiver Online Auftritt

Taberna responsive Websiete

Mobile Websites sind nur für mobile Endgeräte optimiert und kommen meist in reduzierter Form zur bestehenden Webseite daher. Diese erkennt man üblicherweise an der abgeänderten URL, meist Subdomain wie bspw. m.domain.ch. Responsive Websites passen sich verschiedenen Bildschirmgrössen an und gehören heute zur Best-Practice. Dafür werden sie auch von Suchmaschinen besser rangiert.

Mobile Webapplikationen

Webapplikationen sind webbasierte Anwendungen, die sich in der Cloud befinden und mit dem Browser von überall genutzt werden können. Meist sind sie passwortgeschützt nur für spezifische Nutzergruppen oder für Unternehmensanwendungen gedacht.

SBB Checkpoint Webapplikation

SBB Checkpoint Webapplikation

Wenn die Anwendung nur auf mobilen Endgeräten stattfindet spricht man von mobilen Webapplikationen. Mobile Webapplikationen sind oft an Unternehmenssysteme wie das CRM oder ERP angebunden. So können Mitarbeiter von unterwegs stets auf geschäftsrelevante Informationen zugreifen und Änderungen oder neue Ereignisse erfassen.

Kein «08/15», wir entwickeln individuelle Webapplikationen und einzigartige Online Auftritte.

Mobile Apps

Im Gegensatz zu Websites und Webapplikationen müssen Apps vor der initialen Anwendung installiert werden. Dadurch platzieren sie sich viel näher am Betriebssystem und können Hardwarefunktionen wie die Kamera, GPS, Arbeitsspeicher und Bluetooth vollumfänglich nutzen.

kapers App

kapers App: Intranet für Kabinenpersonal – Offline-Funktionalität ist gefragt

Mobile Apps können alle technischen Möglichkeiten des Smartphones schöpfen und bieten leistungsstarke, funktionsreiche und benutzerfreundliche Anwendungen, welche mit webbasierten Anwendungen nicht erreicht werden können.

Es gibt auch verschiedene Formen von Mobile Apps, wie native Apps, hybride Apps und progressive Web-Apps, wobei sich diese mehr im Entwicklungsansatz unterscheiden als für die Anwender.

Wann macht eine App und wann eine Weblösung mehr Sinn?

In den meisten Fällen liegt es auf der Hand, ob eine App oder Weblösung mehr Sinn ergibt. Wenn es auf Anhieb doch nicht plausibel ist, sollten verschiedene Fragestellungen aus drei Aspekten gestellt werden:

App oder Web

  • Marketing – welche Anwendungsform kann besser vermarktet werden?
  • Technologie – können alle Anforderungen mit einer Weblösung genügend gut abdeckt werden?
  • Human Needs – stellt die Installation über den AppStore eine Hürde für meine Benutzer dar?

Die Vor- und Nachteile

Weder bei der App, Webapplikation noch responsiven Webseite überwiegen die Vorteile. Merkmale, die eine Plattform hervorheben, sind oft in einer anderen Hinsicht ein Nachteil:

  • Webapplikationen und Webseiten können Betriebssystemunabhängig benutzt werden. Dafür können sie auf die Hardwarefunktionen nur beschränkt zugreifen.
  • Mit der App gewinnt man Präsenz in den AppStores mit Verlinkung auf die eigene Webseite. Dafür ist mit der Installation die Einstieghürde höher, sofern die Hauptanwendung statt auf einer webbasierten Anwendung in einer App stattfindet.
  • Eine Mobile Webapplikation ist günstiger zu realisieren als eine App. Dafür leidet die Performance und meist auch das Benutzererlebnis.

Die App folgt meist erst in einem zweiten Schritt

Wir erhalten häufig Anfragen für Apps, mit welchen ihre Benutzer schneller verschiedene Dienstleister auffinden und deren Services über die App buchen können. Anfragen für Apps kommen daher, weil die Interessenten selbst solche Apps wie UBER, eat.ch, Lieferando etc. nutzen.

Die wenigsten sind sich bewusst, dass die fünf bekanntesten Apps zusammen die Mehrheit der App Nutzung ausmachen. Um ein kleines Stück Aufmerksamkeit im AppStore zu kriegen bedarf es enormer Marketinganstrengungen, auch wenn die App Idee genial ist.

App Nutzung

Von den grossen App Erfolgen inspiriert, sind sich unsere Interessenten oft nicht bewusst, dass sie die gleiche Plattform auch mit einer Weblösung statt einer App realisieren können. Responsive Webportale werden von den Suchmaschinen viel besser aufgefunden und können mit SEO-Massnahmen stets verbessert werden.

Online Marketingtechnisch sind Weblösungen viel besser für die Kundengewinnung geeignet, sowie dass keine App Installation erforderlich ist, bei welcher immer ein Bruchteil potentieller Kunden abspringt.

Apps eignen sich dafür besser zur Kundenbindung, den einmal auf dem Handy installiert liegen sie stets zur Hand und die Nutzer können zudem per Push-Nachricht aufgefordert werden die App erneut zu benutzen und neue Inhalte zu konsumieren.

Aus diesem Grund macht es mehr Sinn zuerst mit einer Weblösung zu starten und wenn sich die Marktnachfrage bestätigt, eine App zu entwickeln.

Oft entscheiden die finanziellen Mittel

Offensichtlich ist es am besten, auf allen Kanälen präsent zu sein, um die grösste Reichweite zu erzielen. Jedoch sind die Entwicklungs- und Unterhaltskosten für eine Plattform welche Mobile und Online Kanäle abdeckt höher. Deshalb müssen mittelständische Unternehmen, KMUs und Startups meist die Vor- und Nachteile erwägen und sich entweder für eine App oder Weblösung entscheiden.

Oftmals genügt eine mobile taugliche Weblösung schon aus, um die Bedürfnisse der Zielgruppen und des Unternehmens abzudecken. Wenn besondere Funktionen des Smartphones benutzt werden oder für die App hohe Nutzerzahlen mit regelmässiger Benutzung erwartet werden rechtfertigt sich die Umsetzung einer App.

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